Coaching und das, was es bewegen kann

- Ein Erfahrungsbericht -

“Ich seh’ den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr…” sagt Susanne und fügt hinzu: “…im laufenden Betrieb sind wir seit zwei Monaten nicht tagesaktuell, überall muss ich eingreifen, außerdem eine neues Reporting für das Management aufbauen, die neue Budgetrunde beginnt in dieser Woche, habe nächste Woche zwei neue Mitarbeiter im Team und dann soll ich auch noch ein Teilprojekt der SAP-Einführung übernehmen; ehrlich gesagt, ich weiß nicht wie das überhaupt alles weitergehen soll, der Tag hat doch nur 24 Stunden und irgendwo ist da auch noch ‘was Privates….”…

Dabei wirkt sie zwar einerseits angespannt und müde, erzählt andererseits aber sehr engagiert und überzeugt von ihrer Arbeit als Teamleiterin im Rechnungswesen eines Pharmaunternehmens.

“Klingt nach viel Arbeit und Einsatz” sage ich und “nach einer tollen Chance!”. Susanne schaut mich ein wenig kritisch von der Seite an, und überlegt offensichtlich, ob sie bei mir richtig ist. Fragt nach meinen und Ausbildungen und Referenzen. Ich frage, was sie gerne durch ein Coaching erreichen möchte “Was soll denn nach unseren Sitzungen anders sein?” und sie denkt nach. Wir reden über das Coaching, was es ist und was nicht. Welche Möglichkeiten es gibt, und wer dazu etwas tut und commiten uns zur Vorgehensweise und dazu, in der nächsten Woche zu starten.

Unsere Sitzungen sind ausgefüllt mit Standortbestimmungen, Orientierungen, Zieldefinitionen und Aktivitätenplanungen.

Wir sortieren Aufgaben und füllen damit eine ganze Wand. “Das kann ja keiner allein schaffen”, ist Susannes Ausruf (nicht ohne Stolz über die Vielzahl der ihr anvertrauten Aufgaben) und es folgt die Erkenntnis, dass es einen Weg geben muss, mehr Zeitmanagement und Führungsverantwortung zu leben. “Fachseitig macht mir keiner ‘was vor – aber ich muss einfach mehr delegieren und mehr vertrauen”, und “dazu gehört Transparenz, Planung und Priorisierung – und irgendwie ein anderer Umgang mit mir und meinen Mitarbeitern”.

Es fällt immer wieder das Wort “Balance” und Susanne wird klar, dass es Strategien für das Management aller Lebensbereiche bedarf. “Doch wie kommt man dahin?” ist die nächste Frage, die im Raum steht. Wir bringen nun ihre eigene Person mit ihrer Wahrnehmung und Motivation in den Gesamtkontext von Privatem und Beruf. Wir beleuchten dann auch ihr Team; wer macht eigentlich was und warum. Wir reden über die schwierige Aufgabe der Führung, über das “Loslassen” und über die Möglichkeiten ihres Teams.

Es folgen nun ihre Zieldefinitionen (die eindeutig und operationalisierbar sind) und Prioritäten aufzeigt. Über eine Aktivitätenplanung mit Zeithorizont verteilt Susanne Aufgaben an sich und ihre Mitarbeiter, indem sie sich dabei Gedanken über Fähigkeiten und Stärken jedes einzelnen und sich selbstmacht – und wie sie ein Controlling dafür implementiert, mit dem sie selbst in Einklang kommt und der Aufgabe und ihrer Verantwortung gerecht wird. Wir machen uns Gedanken über die Implementierung dessen im Team und welche Kommunikation hierfür notwendig ist.

“Das gibt mir jetzt Sicherheit – das wird zwar nicht einfach, aber dieser Weg ist machbar – und ich glaube, ich werde mich endlich wirklich positionieren” resümiert Susanne und “das ist mein Weg, ich habe ihn definiert und den werde ich jetzt gehen”! Dabei meint sie auch, dass sie ihre Badmintonstunden wieder in die Woche integrieren, und die Wochenenden in mehr Freiraum verleben will.

Nach zwei Wochen höre ich Berichte über den Start ihrer Aktivitäten: “Der Anfang ist gemacht. Die Teammeetings und Einzelgespräche waren für mich sehr anstrengend, aber positiv;  ich habe so viele Ideen zu den Themen gehört und Motivation empfunden – in meinem Team und in mir”. Allerdings räumt sie auch ein, dass der Zeitplan schon “sehr sportlich” und damit zu ehrgeizig sei, den möchte sie doch noch einmal überarbeiten. “Aber das ist o.k. – es ist ja alles in Bewegung.  Sie wirkt auf mich deutlich entspannter und dabei kein bischen weniger engagiert. Abschließend bemerkt sie, dass ihr meine Hilfe den eigentlichen Anstoß über die Erkenntnisse zu ihrer eigenen Wegdefinition gegeben hat, sie nun aber definitiv ohne mich “klarkommt”.

Ich freue mich  – das Coaching hat funktioniert!

Wir vereinbaren noch einen nächsten Termin in einem Monat, um die Aktionen nach einiger Zeit zu reflektieren; Erfolge zu verzeichnen und eventuelle Kurskorrekturen in ihrem Konzept zu überdenken.

Außerdem werden wir uns noch einige separate Stunden zum Thema Projektmanagement bzgl. ihrer neuen Projektleiterfunktion treffen – aber das steht in einem anderen Beratungskontext.

Haben Sie Interesse an einem Einzelcoaching oder allgemeine Fragen zum Thema? Dann freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme!

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